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Krisengewinner Immobilie

Niemand kann derzeit sagen, welche Langzeitwirkungen von der Finanzkrise ausgehen werden. Sicherlich bleibt bei den Banken nicht alles beim Alten. Aber auch in den Köpfen der Menschen dürfte sich durch die Wirtschaftsturbulenzen der vergangenen Monate einiges bewegt haben – etwa in Bezug auf die Geldanlage und ihre Produkte.

Waren für Manchen Investmentfonds und Aktien vor Jahresfrist noch hip, so verschmähen die meisten Menschen hierzulande einer aktuellen Studie zufolge solche Investments mittlerweile. Für sie spielt vor allem das Thema Sicherheit eine große Rolle – ein Schub für klassische Anlagen wie Immobilien, Gold oder das Sparbuch.

Auch eine aktuelle Umfrage der Hamburger Sparkasse (Haspa) bestätigt diesen Trend. "Seit Ende letzten Jahres werden vor allem sichere Anlagemöglichkeiten nachgefragt", erklärt Reinhard Klein, Privatkundenvorstand bei der Haspa. Das norddeutsche Geldhaus befragte 800 repräsentativ ausgewählte Hamburger Bürger über ihre beliebtesten Anlageformen. Dabei wollte die Bank nicht wissen, wer worin tatsächlich investiert, sondern welche Geldanlagen vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise positiver oder negativer als früher bewertet werden.

Auch bei dieser Befragung haben die traditionellen Anlageformen das Rennen gemacht mit dem Wohneigentum auf Platz 1. Auch das Sparbuch und das Bausparen - immer beliebt, aber als langweilig abgestempelt - haben deutlich an Image gewonnen. Die rote Laterne in der Liste halten dagegen Aktien- und Investmentfonds.

Besserverdiener suchen Immobilien
Auf die Immobilie als sichere Geldanlage setzen dabei vor allem die Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen von mehr als 4.000 Euro. Auch die geschlechterspezifische Betrachtung brachte interessante Ergebnisse zutage: Bei den bislang traditionell eher risikobereiteren Männer stiegen sicherheitsorientierte Anlageformen in der Werteskala besonders deutlich.