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König verkürzt Mallorca-Urlaub

Der spanische Hof will dem Volk in Krisenzeiten Vorbild sein und hat sich selbst strenge Sparmaßnahmen auferlegt: König Juan Carlos (71) und Königin Sofia (70) haben ihren Mallorca-Urlaub zum ersten Mal seit Jahrzehnten um rund zwei Wochen verkürzt: Sie kommen am 1. August auf die Insel – sonst trafen sie immer schon zwischen dem 15. und 20. Juli ein.

Bei seinem liebsten Hobby, dem Segeln, spart der Monarch am meisten: Die Ausfahrten mit der königlichen Superjacht „Fortuna“ wurden auf einige wenige Trips zusammengestrichen. Denn die Gasturbinen des 65 Knoten schnellen Schiffes schlucken Unmengen an Diesel (eine Tankfüllung kostet 26 000 Euro).



Im Mariventpalast in Palma, wo die Königsfamilie wohnt, darf die Klimaanlage nicht kühler als 25 Grad eingestellt werden, um Energie zu sparen.

Königin Sofia hat angeordnet, dass der Palastgarten am Meeresufer künftig mit aufgefangenem Regenwasser gegossen werden soll. Die Früchte der Zitronenbäume, die dort wachsen, werden vom Küchenpersonal frisch ausgepresst, damit kein Zitronensaft eingekauft werden muss.

Sogar bei ihren geliebten Hunden spart die Königsfamilie. Sofia ließ Trockenfutter in Säcken beim Großhandel kaufen, weil das billiger ist.

Die von der Krise besonders gebeutelten Spanier sind begeistert von der Sparsamkeit ihrer Königin. Als sie vor kurzem mit einem 15-Euro-Ticket von Ryanair nach London flog, um eine Verwandte zu besuchen, wurde das zum Gesprächthema im ganzen Land.

Auch Kronprinz Felipe kommt mit seiner Frau Letizia in diesem Sommer nur zum Kurzurlaub nach Mallorca. Ende August fliegen die Reyesalle zusammen zurück nach Madrid.