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Golfer und die neue Schnäppchenjagd auf Mallorca

Die Wirtschaftskrise geht auch am Golfsport und an den Reisen nicht spurlos vorbei. Auf Mallorca hat ein Umdenken stattgefunden und es gibt verlockende Angebote. Der erste Schritt zu günstigerem Golfen war die "Mallorca Golfcard", die auf fünf Plätzen gilt. Und das Sheraton-Hotels in Son Vida geht noch weiter.

Wenn einen dann auch noch die Sonne im Stich lässt, helfen nur noch schöne Worte – oder gute Ideen. Die Wirtschaftskrise und ein verregneter Saisonstart haben Mallorca schwer zugesetzt. Um über 20 Prozent sank die Zahl der Fluggäste, die die Insel im Frühjahr ansteuerten, und es scheint im Sommer noch schlimmer zu werden. Die Mallorquiner aber meinen einen Weg gefunden zu haben, der Flaute zu trotzen.

Ebbe im Krisen-Portemonnaie, da stellt der Tourist fest, wie teuer seine Lieblingsinsel in den vergangenen Jahren geworden ist. Der Trend zu sinkenden Buchungsraten der Hotels und Finkas springt daher auch auf das Gastronomiegewerbe über. In Restaurants, Bars und Cafes werden die Preise der gesunkenen Nachfrage angepasst. Und nicht nur dort. Auch das Golfspiel wird zunehmend günstiger. Gerade noch rechtzeitig, finden viele. Denn Golfen auf Mallorca, das wurde trotz des übergroßen Angebots an Plätzen zum Luxus.

Son Gual etwa, direkt bei Palma gelegen, ruft 150 Euro Greenfee auf und hat mit diesem Preis anno 2009 kaum noch eine realistische Chance. Der erste Schritt zu günstigerem Golfen war die „Mallorca Golfcard“. Mit ihr können Gäste auf fünf Plätzen jeweils ein Greenfee abspielen: Golf Park Mallorca, Alcanada, Son Vida, Marriot und Golf de Andratx. Derzeit kostet die Karte 299 Euro.

Die Arabella-Gruppe geht einen Schritt weiter. Sie kündigt etwa für Gäste des Sheraton-Hotels in Son Vida an, im Herbst unbegrenztes Golfen in den Zimmerpreis zu integrieren. Gespielt werden kann auf allen drei 18-Loch-Plätzen Son Vida, Son Muntaner und Son Quint (bislang 95 bis 125 Euro Greenfee).

Solche Angebote sind es, die dafür sorgen, dass deutsche Schnäppchenjäger Mallorca stärker die Treue halten als andere. Mehr als ein Viertel der Spanier blieben im Vergleich zum Vorjahr lieber auf dem Festland. Jeder dritte Brite wählt in diesem Jahr die heimische (nasskalte) Insel für sich. Angesichts der schwachen Buchungslage werden einige Hotels in diesem Jahr wohl komplett geschlossen bleiben. Miquel Nadal, der Tourismusminister der Balearen, spricht von „sehr schwierigen Zeiten“.

Immerhin: Von den 400.000 Touristen, die im März noch kamen, war jeder zweite aus Deutschland. Inzwischen hat die Sonne Mallorca längst wieder fest in die Arme genommen. Die Golfplätze sind relativ leer. Sie sollten diese Gelegenheit nutzen.

 

Quelle: Welt.de