Mallorca Immobilien Nachrichten

Finca auf Mallorca weiter begehrt

Die Preise für Immobilien auf Mallorca bleiben stabil. Die meisten Käufer kommen aus Deutschland und Skandinavien, aber auch die Engländer kaufen wieder.

Mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen haben sich in diesem Jahr viele Wolken über dem Immobilienmarkt Mallorca verzogen. So haben nach Angaben des mallorquinischen Verbandes der Immobilienunternehmer API im ersten Quartal rund 15 Prozent mehr Objekte den Besitzer gewechselt als im gleichen Zeitraum 2009. Neben Immobilien im obersten Preissegment, insbesondere großzügige Liegenschaften mit moderner Ausstattung, sind vor allem Fincas für unter 500 000 Euro begehrt. Der Finca-Markt hat sich deutlich erholt und erlebt ein Revival. Spitzenreiter bei den Preisen ist trotz der Einbrüche in den beiden letzten Jahren unverändert der Südwesten der Baleareninsel. Deutschsprachige Klientel beherrscht hier den Markt.

Die ersten drei Monate dieses Jahres waren in dieser Region die besten der letzten drei Jahre. Günstiger gibt es Fincas, Ferienhäuser und -wohnungen im Osten und Südosten. In dieser Region bietet AM Immobilien ein breitgefächertes Angebot an Fincas, Villen, Chalets, Apartment, Grundstücken und gewerblichen Immobilien.

Im Nordosten, vor allem in der Region rund um Artà, wo für Fincas der Quadratmeterpreis derzeit bei rund 30 Euro liegt, erwarten die Insel-Makler mittelfristig Preissteigerungen. In der Altstadt von Palma, wo das Angebot beschränkt ist, zeigen sich die Preise stabil - für gut gelegene Wohnungen ohne Aussicht werden zwischen 250 000 und 300 000 Euro verlangt - in den Außenbezirken der Hauptstadt gibt es Villen immer noch 15 bis 20 Prozent günstiger als vor der Krise.

Als Käufer treten vor allem Deutsche und Skandinavier auf, Verkäufer sind Engländer und Spanier. Eine Entspannung der Marktsituation ist deutlich spürbar. Die Unruhe legt sich, das Maklergeschäft kommt in Schwung, Angebot und Nachfrage pendelten sich bei steigenden Preisen ein.

 

Das ist die eine Seite des Mallorca-Immobilienmarktes 2010: die sonnige. Die andere Seite ist grauer: Während das Segment der Ferienimmobilien gesund erscheint und nach der Krise wieder in Bewegung gekommen ist, präsentiert sich der Wohnungsmarkt für die Mallorquiner unverändert düster. Es fehlt fast überall auf der Insel an bezahlbaren Mietwohnungen. Schon für kleinere Einheiten müssen im Südwesten oft bis zu 1800 Euro monatlich berappt werden. Der Kaufpreis für solche Wohnungen: rund 400 000 Euro. Das können sich junge Leute und Familien nicht leisten. Bevor die Besitzer jedoch mit den Preisen runtergehen, vermieten sie ihre Wohnungen lieber teuer in den Sommermonaten an Touristen. Die Folge: Viele Wohnungen stehen monatelang leer, gleichzeitig suchen Tausende Mallorquiner eine Bleibe. Die Politiker in Palma scheinen das Problem erkannt zu haben: Damit auch Normalverdiener wieder passende Wohnungen finden, hat die Inselregierung mit allen Parteien einen "Pakt für würdigen, adäquaten und bezahlbaren Wohnraum" geschlossen. 5000 Sozialwohnungen sollen entstehen. Ein Großteil soll durch das Ankaufen von Bauruinen erfolgen, Objekten, die vor Jahren begonnen, die aber nicht abgeschlossen wurden. Davon gibt es auf der Insel viele. Mit dieser Aktion möchte die Politik auch dem Bausektor unter die Arme greifen, der die Krise noch nicht überstanden hat.