Mallorca Immobilien Nachrichten

Cash auf die Hand bitteschön!

Private Vermieter auf den Kanaren gehören zu den Spanienmeistern im “Finanzamt-Prellen” - Knapp 70 Prozent der Mieteinnahmen aus privaten Vermietungen werden am Finanzamt vorbei kassiert.

Spanien, Madrid: Nach einer Statistik der GESTHA (Gewerkschaft der Fachleute des Wirtschafts- und Finanzministeriums) gehen dem Fiskus auf den Kanarischen Inseln im Jahr mehr als 140 Millionen Euro durch die Lappen. Grund hierfür sind die knapp 70 Prozent der Wohnungen und Häuser, welche zwar in der Vermietung sind, wo jedoch keine offiziellen Abgaben auf die Mieteinnahmen an das Finanzamt gezahlt werden. Im Klartext bedeutet das: Die Mieten für diese Objekte werden ’schwarz’ an den jeweiligen Vermieter gezahlt. Auf den Kanaren ist es absolut keine Seltenheit, dass der Vermieter am Monatsende persönlich bei den Mietern abkassiert.

Derartige Zahlungen erfolgen in vielen Fällen ‘Cash auf die Hand’, diese Tatsache macht es den Ermittlern der Finanzbehörden ungleich schwerer, derartigen Betrugsfällen nachzugehen. Mit den knapp 70 Prozent ‘Schwarzvermietungen’ liegen die Kanarischen Inseln spanienweit an dritter Stelle, nur in Katalonien und Valencia wird noch mehr Schwarzgeld kassiert.

Die jährlich rund 140 Millionen Euro, welche auf den Kanarischen Inseln jedes Jahr am Fiskus vorbei in die Taschen der Vermieter wandern, teilen sich wie folgt auf die Provinzen Las Palmas und Santa Cruz auf: In der Provinz Las Palmas fehlen dem Finanzamt 78,9 Millionen Euro im Jahr, in der Provinz Santa Cruz sind es immerhin noch 65,2 Millionen Euro jährlich, welche die Mieter ‘cash und schwarz’ an die Vermieter des jeweiligen Wohnraumes zahlen.

Noch dramatischer stellt sich die Situation für die Experten der GESTHA (Gewerkschaft der Fachleute des Wirtschafts- und Finanzministeriums) dar, wenn man bedenkt, daß in der aktuellen Erhebung Garagen, Ladenlokale, Büros und Lagerräume nicht berücksichtigt wurden