Mallorca Immobilien Nachrichten

Billiger wird es nicht mehr – die Zeit der Schnäppchenjäger ist vorbei.

Die Immobilienmakler auf Mallorca erklären die Preiskorrekturen für beendet: Billiger wird es nicht mehr. Auch britische Käufer sind – schwacher Euro sei Dank – wieder aktiv.

Bei den Verkaufspreisen von Objekten, die nun zum Verkauf stehen ist in der Regel keine Luft mehr drin. Preiskorrekturen sind bereits vorgenommen. Viele Objekte, deren Preise sich als nicht vermittelbar erwiesen haben, sind vom Markt genommen worden. Die Zeit der Schnäppchenjäger ist vorbei – Immobilienbesitzer, die auf Grund von Geldproblemen dringend verkaufen mussten, haben das bereits vergangenes Jahr getan. Jetzt geht es wieder nach oben.

 

Auch die offiziellen Statistiken über den einheimischen und internationalen Immobilienmarkt auf den Balearen weisen inzwischen nach zwei Jahren Rückgang wieder Zuwächse auf. So wurden im April laut Zahlen des balearischen Statistik-Instituts auf den Inseln knapp 18 Prozent mehr Wohnungen als im Vorjahresmonat verkauft. Auch Zahlen der Regierung in Madrid weisen in diese Richtung. Bei den Preisen ist laut einer Studie der spanischen Großbank BBVA die Korrektur auf den Balearen mit einer durchschnittlichen Senkung seit 2007 von 13 Prozent abgeschlossen – im Gegensatz zu anderen Regionen in Spanien.

 

Die balearischen Bauunternehmer werden bis zum Jahresende 4000 fertiggestellte Wohnungen verkauft haben. Das sind rund 1000 Wohneinheiten mehr als man noch zu Jahresbeginn – und mitten in der Baukrise – vorhergesagt hatte. Aufgrund der anziehenden Nachfrage wird sich der Bestand der unverkauften Neubau-Wohnungen zum kommenden Jahreswechsel auf 3700 verringern, anstelle der bislang prognostizierten 4700 Wohneinheiten. Angesichts dieser Aussichten bewertete der Verbandspräsident der balearischen Bauunternehmer, Gabriel Oliver, die Situation zuversichtlich. „Die Entwicklung der Wohnungsverkäufe in den vergangenen sieben Monaten ist für uns außerordentlich positiv und liegt über unseren Erwartungen”, sagte Oliver. Der Präsident geht davon aus, dass der Bestand an unverkauften Neubau-Wohnungen bis Mitte 2011 abgeschmolzen sein werde.

 

Gesucht werden entweder ein Apartment um die 200.000 Euro – oder aber ein Stadthaus bei zunehmend höheren Ansprüchen an Lage und Ausstattung und deutlich mehr Besichtigungen vor dem Kaufabschluss. Die Nachfrage im Hochpreissegment ist auch deswegen stabil, da angesichts der Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten attraktive Immobilien auf Mallorca in bester Lage als sichere Investment-Anlage wieder stärker gefragt sind.

 

Ein weiterer Faktor: die Nachfrage aus Großbritannien. Dieser Markt erholt sich. Der schwache Euro und das starke Pfund begünstigen Investitionen aus Großbritannien und anderen internationalen Märkten.

 

Der durchschnittliche Verhandlungsspielraum zwischen ursprünglichem und endgültigem Verkaufspreis liegt inzwischen wieder bei deutlich unterhalb 15 Prozent. Auch in Boomzeiten sind aber schon 5 bis 10 Prozent ausgehandelt worden. Alle Immobilien-Unternehmer berichten von Rabattjägern, die massive Nachlässe einforden. Doch gerade bei Apartments sind die Kaufpreise inzwischen realistisch – der Vergleich mit anderen zum Verkauf stehenden Objekten leichter und die Rabattjäger kommen zu spät.

 

Sorgen bereiten weiterhin manche Banken. Dort, wo Kredite nötig sind finanzieren die Kreditinstitute weniger und verlangen deutlich mehr Sicherheiten. Es wird erheblich mehr Eigenkapital gefordert als vor der Krise. In zu vielen Fällen sind die Banken letztendlich auf Immobilien von säumigen Gläubigern sitzen geblieben.